Sticken statt Stricken
Matratzenstich, Blindstich, Leiterstich oder Zaubernaht
Ein Stich, den du als Strickerin auf jeden Fall im Repertoire haben solltest, ist der Matratzenstich. Eine sehr clevere Art, eine Naht zu schließen, denn sie ist „von außen“ fast unsichtbar. Darum wird sie manchmal auch Zaubernaht genannt.
Ursprünglich war sie für das Schließen sogenannter Wende-Öffnungen gedacht. Wenn man beim Nähen zwei Stoffstücke so verbinden möchten, dass ein Hohlraum entsteht, muss man erst die Stoffe links auf links zusammennähen, bis auf ein kleines Stück. Durch diese noch offene Stelle werden die nun verbundenen Stoffstücke gestürzt oder gewendet.
Meist wird vor dem Schließen dann der Hohlraum gefüllt mit Watte oder anderem Füllmaterial. Zum Schluss muss die offene Stelle noch von außen zugenäht werden. Gutaussehend gelingt das mit dem Matratzenstich. So entstehen z. Bsp. Kissen, Stofftiere oder Matratzen.
Doch auch für Stricker:Innen ist dieser Stich eine wunderbare Methode, um Seitennähte und andere gerade Nähte an Pullovern oder Strickjacken zu schließen. Dies funktioniert vorrangig sehr gut bei glatt rechts Gestricktem.
Es wird immer wieder betont, wie schön unsichtbar diese Naht von außen ist, da kann ich nur zustimmen!
Allerdings könntest du die Nähte auch auf die Vorderseite oder nach außen verlegen, als Designelement. Denn die Matratzenstich-Naht sieht auch von hinten schön und ordentlich aus.
Wie du den Matratzenstich bei glatt rechts gestrickten Stoffen hinbekommst, siehst du hier.
Und hier die Version für kraus rechts.